Rotpunkt-Emitter: offen vs. geschlossen
Wenn Sie jemals über den Kauf eines Rotpunktvisiers für Ihre Waffe nachgedacht haben, sind Ihnen sicher diese zwei Arten von Rotpunktvisieren begegnet:
- Rotpunktvisiere mit geschlossenem Emitter und
- Rotpunktvisiere mit offenem Emitter.
Wie unterscheiden sie sich?

Hauptunterschied: offener vs. geschlossener Emitter
Diese beiden Typen unterscheiden sich darin, ob sich der Rotpunkt-Emitter hinter einem Schutzglas befindet oder nicht:
- Befindet sich der Emitter (die Quelle des Laserpunkts) hinter Glas, handelt es sich um ein Rotpunktvisier mit geschlossenem Emitter,
- liegt der Emitter im Freien und ist direkt erreichbar, handelt es sich um einen offenen Emitter.
Das ist der technische Hauptunterschied. Das allein macht die Auswahl für Sie jedoch nicht unbedingt einfacher. Kommen wir also zu den Konsequenzen der jeweiligen Lösung.
Geschlossener Emitter: Vor- und Nachteile
Aufgrund des Doppelglases ist das Gehäuse von Rotpunktvisieren mit geschlossenem Emitter in der Regel größer und nimmt mehr Platz ein. Trotzdem ist das Sichtfenster meist kleiner und daher für das sportliche Schießen weniger komfortabel.

Die positive Folge ist, dass der Emitter gut gegen Regen, Schmutz oder Schnee geschützt ist – oder was auch immer auf das Visier treffen mag. Für Sportschützen ist das oft kein Thema, aber für Selbstverteidigungszwecke kann es sehr wichtig sein – der Punkt funktioniert unter allen Bedingungen.
Wegen der größeren und robusteren Bauweise sind Rotpunktvisiere mit geschlossenem Emitter meist auch teurer.
Zusammenfassung [geschlossen]:
- + Schutz gegen Regen, Schnee, Schlamm
- + das Rotpunktvisier funktioniert unter allen Bedingungen
- – höherer Preis
- – kleineres Fenster = langsamere Zielerfassung
- – größere Bauweise

Offener Emitter: Vor- und Nachteile
Rotpunktvisiere mit offenem Emitter sind weitaus verbreiteter und beliebter, da sie für das sportliche Schießen idealer sind – es sei denn, Sie schießen im Schneesturm. Denn sobald etwas zwischen den Projektor und das Glas gerät, auf das er projiziert, müssen Sie es reinigen. Andernfalls sehen Sie den roten Punkt nicht und können nicht damit zielen. Oder zumindest wird der Punkt nicht gut sichtbar sein.
Haben Sie jedoch keine Angst, den Emitter selbst irgendwie zu beschädigen. Beim Sportschießen werden Sie den Emitter nicht verschmutzen oder außer Funktion setzen.

Positiv zu vermerken ist, dass das Rotpunktvisier mit offenem Emitter meist ein größeres Fenster hat – da es nicht von beiden Seiten geschlossen ist –, was zu einer schnelleren Zielerfassung führt.
Diese Visiere sind zudem weniger groß und wuchtig. Der Preis dieser Rotpunktvisiere ist im Vergleich zu den geschlossenen Modellen meist auch etwas niedriger.
Zusammenfassung [offen]:
- + größeres Fenster = schnellere Zielerfassung
- + leichtere und weniger robuste Bauweise
- + meist günstiger im Vergleich zu geschlossenen Rotpunktvisieren
- – nicht gegen Regen, Schnee usw. geschützt
- – der Rotpunkt kann bei schlechten Außenbedingungen ausfallen

